09.05.2022
Tischtennis

Aufstieg nach Drama knapp verpasst

Am Wochenende traf die Tischtennis-Mannschaft der Eintracht in der Relegation auf die TG Obertshausen und Arminia Ochtrup. Der Regionalliga-Aufstieg wurde auf dramatische Art und Weise knapp verpasst.

Christian Güll und Leon Pradler blieben am Wochenende mit ihrem Team unbezwungen. Die beiden Unentschieden reichten jedoch nicht zum Aufstieg.

Das Ziel war klar: Der Aufstieg in die Regionalliga. Aus diesem Vorhaben entwickelte sich ein echtes Drama. Am Samstag kam es zum Duell mit den Gastgebern aus Obertshausen. Vor über 140 Zuschauern, die überwiegend den Adlerträgern die Daumen drückten, gelang der Eintracht der bessere Start gegen den Regionalligisten. Beide Doppel konnten auf der Habenseite verbucht werden. Spannend wurde es insbesondere zwischen Güll/Pradler und Hoffmann/Allam. Im fünften Satz sicherten sich die Frankfurter mit einem 11:9 den wichtigen Punkt. Die Einzel verliefen relativ ausgeglichen, sodass nach Siegen von Jens Schabacker und Christian Güll, einer Niederlage von Leon Pradler und jeweils einem Sieg und einer Niederlage von Dennis Dickhardt eine komfortable 5:2-Führung erspielt worden war.

Alles deutete auf einen Auftaktsieg hin. Eine Relegation wäre jedoch keine Relegation, wenn alles nach Plan laufen würde. Statt nun den ersten Sieg des Wochenendes zu sichern, spielten die Eintracht-Akteure plötzlich wie ausgewechselt. Der erkältete Jens Schabacker, Christian Güll und Leon Pradler verloren ihre Einzel ohne auch nur einen einzigen Satz zu gewinnen. Es lautete das Ergebnis 5:5-Unentschieden. Am Abend bezwang Obertshausen Arminia Ochtrup knapp 6:4.

Dramatische Achterbahnfahrt

Vor dem zweiten Spiel war die Situation klar: Die Eintracht musste höher gewinnen als Obertshausen dies getan hatte oder über das Satzverhältnis zum Aufstieg kommen. Der Spielbeginn verlief jedoch nicht so gut wie tags zuvor. Während Dickhardt/Schabacker einen sicheren 3:0-Erfolg feierten, unterlagen Güll/Pradler 2:3. In den Einzeln ging es dann schnell. Spitzenspieler Dennis Dickhardt bezwang zwar Lars Brinkhaus 3:0, doch Jens Schabacker, Christian Güll und der für den verletzten Leon Pradler spielende Alexander Krenz, der seit November kein Spiel mehr bestritten hatte, mussten sich ihrem Kontrahenten beugen. Somit war das 2:4 der faktische K.o. der Eintracht-Akteure.

Doch das vordere Paarkreuz brachte die Eintracht mit zwei Siegen wieder ins Spiel und nach Christian Gülls 3:0-Sieg war klar: Ein 3:1-Sieg von Alexander Krenz würde der Eintracht den Aufstieg bringen, ein 3:2-Sieg würde dazu führen, dass alle gespielten Bälle der Relegationsspiele hätten, was ebenfalls zu einem Aufstieg der Adlerträger geführt hätte.

Kantenball bringt Entscheidung

Das große Finale begann für die Eintracht mit einem Satzverlust, doch der Deutsche Seniorenmeister kämpfte sich zurück. Zwei schnelle Satzgewinne ließen den einen oder anderen bereits von der Regionalliga träumen. Die Tür zur Regionalliga war völlig unerwartet wieder aufgestoßen worden. Plötzlich machte jedoch Ochtrup wieder das Spiel. Nach 8:10-Rückstand kam die Eintracht jedoch noch einmal zum Ausgleich und konnte bei 13:12 erstmals in Führung gehen. Der nun folgende Schlagabtausch war an Dramatik kaum zu überbieten.

Der Ballwechsel schien eine Ewigkeit zu dauern, als Alexander Krenz gegen den weit hinter der Platte stehenden Christopher Ligocki einen kurzen Ball spielte. Dieser bekam ihn im letzten Moment zurückgespielt und er landete exakt auf der Tischkante. Ein Stöhnen ging durch die Zuschauermenge und Alexander Krenz verlor 14:16. Auch im darauf folgenden Satz war das Glück nicht auf seiner Seite und so verlor er dieses dramatische Duell und die Eintracht den Aufstieg in die Regionalliga denkbar knapp. Auch wenn es letztlich nicht ganz gereicht hat, wurde vor dem Hintergrund einiger Widrigkeiten eine tolle Saison gespielt. Im Herbst wird die „Mission Regionalliga“ dann neu angegangen.

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